Strom sparen mit Ubuntu
Geschrieben von: @studipiepst Freitag, den 17. Juli 2009 um 20:33 Uhr
In diesem Artikel geht es ganz um das Thema „Strom sparen“. Ich werde versuchen wichtige Punkte zu erläutern bzw. Darauf hinzuweisen, dass mit ein paar wenigen Kniffe reichlich was zu holen ist. Der gesamte Artikel bezieht sich primär auf Laptops, könnte aber auch auf Desktop- Maschinen angewendet werden.
Akku
Das zentralste Element wenn es um die Laufzeit unseres Laptops geht. Je nach Kapazität variieren hier die Laufzeiten stark. Prinzipiell gilt: Ein grösserer Akku = längere Laufzeit. „Grösser“ bezieht sich hierbei auf die Anzahl Zellen.
Nebst der Grösse eines Akkus spielt es auch eine Rolle, wie man mit diesem Umgeht. Ein Akku verliert pro Aufladung einen gewissen Teil an Kapazität. Dies ist nicht weiter schlimm, wenn man ihn nicht unnötig od. Unbewusst auflädt. Am besten sollte man immer die gesamte Laufzeit nutzen, bevor man ihn wieder an die Buchse steckt. Weiter hat sich bei mir das Herausnehmen des Akkus während des Netzbetriebs, positiv auf die Erhaltung der Ladekapazität ausgewirkt. Dies kann man machen, damit kein Reststrom den Akku durchfliesst und er sich somit nicht kontinuierlich entlädt.
Bildschirm
Die Helligkeit des Bildschirms ist einer der Hauptverbraucher in einem Laptop. Für Puristen und Laufzeitjunkies heisst es aus diesem Grund: Weniger ist mehr! Also, umso dunkler der Display, umso länger hält der Akku.
Den Prozessortakt regulieren
Falls man selbst auf die Taktrate des Prozessors Einflussnehmen möchte, kann man dies schnell und einfach mit ein paar wenigen Klicks bewerkstelligen. Dazu lädt man das Plugin „Überwachen der Prozessortaktstufen“ in die Leiste.
Durch den Befehl
sudo chmod +s /usr/bin/cpufreq-selector
hat man nachher die Möglichkeit aus verschiedenen Modi zu wählen und der Prozessor verhält sich auch dem entsprechend.
| Governor | Beschreibung |
| ondemand (Standard bei den meisten Systemen) | Die CPU-Frequenz wird den aktuellen Bedürfnissen an die Rechenleistung angepasst. Dabei wird die CPU-Frequenz u.U. sprunghaft angehoben oder abgesenkt. |
| conservative | Die CPU-Frequenz wird den aktuellen Bedürfnissen an die Rechenleistung angepasst. Die Taktfrequenz wird aber Schritt-für-Schritt angehoben bzw. abgesenkt. |
| performance | Die CPU läuft permanent auf der höchsten erlaubten Taktfrequenz. |
| powersave | Die CPU läuft permanent auf der niedrigsten erlaubten Taktfrequenz. |
Prozesse beenden
Das Programm „powertop“ analysiert die Prozesse, welche den Prozessor aufwecken und schlägt anschliessen vor, die am wenigsten notwendigen abzuschalten. Es lässt sich mittels
sudo apt-get install powertop
einfach aus den Packetquellen installieren. Aufgerufen wird es durch
sudo powertop
und anschliessend beginnt das Programm zu rechnen. Getrost kann man dort alles bestätigen was kommt. Wenn man sich dann doch nicht so ganz sicher ist, was das Programm vorschlägt, dann lässt man auch mal die Finger davon. Generell sind die Einstellungen aber harmlos. Beendet wird powertop durch drücken von CTRL+C.
Hardware ausschalten
Stromsparen und Internet vertragen sich nicht besonders. Das Wireless-Modul bzw. Der Adapter verbrauchen viel Leistung und gehört deshalb auch zu den Topverbraucher im System. Einfach ausschalten und schon erhöht man die Laufzeit. Dasselbe gilt auch für die Bluetooth-Schnittstelle.
Im Akkubetrieb ist mein Laptop (k)ein Herkules
Wie die Überschrift bereits besagt, verblassen alle oben genannte Punkte, wenn man das Laptop im Akkubetrieb zu Höchstleistungen peitscht. Archive entpacken, grosse Vektorgrafiken entwerfen und gleichzeitig ein Programm kompilieren zwingen auch den grössten Akku irgendwann in die Knie. Auch hier gilt wieder der Vorsatz: Weniger ist mehr.
Lüfter
Einige kennen das Problem. Man arbeitet kaum an Gerät und der Lüfter schaufelt wie wild die Wärme aus dem Gehäuse. Mit meinem Lastesel kenne ich das zur Genüge und da es für mein Model keine Lüfterregulierung gibt, vermeide ich tunlichst alle zusätzlich erhitzenden Orte. Direkte oder auch indirekte Sonneneinstrahlung meide ich wenn möglich und mein Lüfter dankt es mit leisem surren.
Fazit
Es gibt viele Möglichkeiten die Akkulaufzeit zu erhöhen oder gar zu erhalten. Ein grösserer Akku und auch das Herausnehmen im Netzbetrieb weisen für mich jedoch das grösste Optimierungspotential auf. Alle weiteren Punkte helfen jedoch auch, um mit den gegebenen Mitteln mehr aus der Maschine herauszukitzeln.





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