Vor- und Nachteile von Linux
Geschrieben von: @J_Furrer Samstag, den 17. Januar 2009 um 17:53 Uhr
Wieso sollte ich auf ein Linuxsystem wechseln?
Das haben wir uns auch schon gefragt, vorallem am Anfang. Doch jetzt können wir gewisse Punkte selbst aufzählen, welche für uns hauptausschlaggebend sind, weshalb wir noch immer dem "etwas anderen" System treu sind. Wir möchten an dieser Stelle diese Punkte aufschreiben und hoffen damit, dass wir einige Besucher dieser Seite überzeugen können.
Sicherheit
Ein ganz klarer Pluspunkt, welcher deutlich für den Einsatz von Linux spricht. Dadurch, dass die, momentane, Anzahl von Linuxusern verhältnismässig klein ist, werden sie von Virenangriffen oder Hackattacken verschont. Auch die striktere Handhabung in den Benutzerrechten schützt die Anwender. So ist es einem "normalen" Linuxbenutzer nur möglich seine eigenen Dateien zu löschen, jedoch ein "normaler" Windowsuser hat von anfang an volle Admistratorenrechte und ist somit in der Lage das ganze System mit wenigen Mausklicks zu zerstören.
Kosten und Software
Linux ist frei und kostet somit nichts. Das ist ein bedeutender Vorteil, da man sich so Lizenzkosten sparen kann und Software ist für jeden Geschmack genügend vorhanden. Man hat grafische Softwareinstallationstools, welche neue Software direkt aus dem Internet herrunterladen und installieren. Man kann Stichworte eingeben und es werden Programme vorgeschlagen, welche diesen entsprechen. Somit findet man schnell und einfach die benötigte Software, ohne lang im Internet zu suchen.
Kompatibilität
Ein Knackpunkt ist die Softwareunterstützung. Linux braucht freie Software, welche die gängigen Formate zwar unterstützen, jedoch zum Teil falsch dargestellen. Diese Darstellungsfehler sind jedoch gering und fallen wenig ins Gewicht.
Bei vielen Distributionen sind die unfreien Codecs standardmässig nicht installiert, was bei vielen Neulingen Fragen aufwirft. Diese können jedoch nachinstalliert werden und somit ist es auch kein Problem, jedes Medienformat wiederzugeben oder zu betrachten.
System
Im vorhergehenden Punkt "Sicherheit" wurde es erwähnt. Wenn man das System kennt, sprich sich eingearbeitet hat, ist es sehr einfach das System zu reparieren. Dies ist zwar auch ein Kritik an einem Windowssystem, doch weiss dort das breite Publikum meist grundsätzlich mehr und kann so Fehler "intuitiver" beheben.
Als Linuxuser muss man sich mit dem eigenen System auseinandersetzen wollen, sonst sitzt man frustriert vor seinem Computer und weiss nicht mehr weiter. Aber gegen die allgemeine Auffassung, man muss ein "Computerguru" sein, um Linux zu benutzen, ist überholt. Die heutigen Distributionen sind alle sehr benutzerfreundlich und falls etwas ist, was man selbst nicht beheben kann, so gibt es eine breite Unterstützung durch die immer hilfsbereite Community.
Aussehen
Viele Windowsuser wissen nicht, was man alles für lustige Gimmicks auf einen Desktop zaubern kann.
So sieht das Ganze bei mir aus. Unter Windows zahlt man für Tools um einen Desktop so aussehen zu lassen. Mit Linux ist das direkt dabei oder man installiert es einfach nach. Persönlich war das für mich ein wirklich wichtiger Punkt, da mir solche Eye-Candies gefallen und die zuständigen Programme auf Windows nie richtig funktioniert haben.
Dateisystem
Linux verwendet andere Dateisysteme als Windows. NTFS wird von Linux erst langsam unterstützt. Das bedeutet, dass man nicht auf ein neues mit NTFS formatiertes System schreiben kann, umgekehrt heisst das auch, dass Windowsprogramme nicht auf das Linuxsystem zugreifen und somit Schaden anrichten können. Es gibt Tools mit welchen man von Windows aus auf Linuxdateisysteme zugreifen kann. Auch existieren Howtos, in welchen beschrieben wird, wie man zum Beispiel Firefox auf beiden Betriebssystemen benützen kann. Linux ist in der Lage auf FAT-Dateisysteme zu schreiben, was bedeutet, dass praktisch alle portablen MP3-Player unterstützt werden.
Backup
Backups sind heute sehr wichtig. Linux bietet verschiedenste Varianten wie man Systembackups machen kann. Doch um das geht es in diesem Fall nicht.
Jeder Windowsbenutzer kennt das Problem, dass wenn man eine Neuinstallation oder Wiederherstellung durchführen will, man alle Einstellungen aus den verschiedenen Programme heraussuchen und dann mühsam wieder zurück kopieren muss.
Linux handhabt das ganz anders. Es werden alle Einstellungen in sein "Home"-Verzeichnis gespeichert und sind somit alle an einem Ort, wo man sie mit ein paar Mausklicks sichern kann. So kann man ein neues System aufsetzen und alles ist wieder da. Das Design, die Einstellungen im Thunderbird usw.
Fazit
Wahrscheinlich kann man als Linuxuser nicht mehr objektiv über Vor- und Nachteile von Linux schreiben. Ich habe es jedoch versucht. Man kann diesen Bericht als Versuch betrachten, über etwas zu berichten, worüber man ohne es selbst herauszuprobieren kaum sprechen kann. Aus diesem Grund empfehle ich jedem, dass er eine Live-CD herunterlädt und selbst einmal Linux testet.
Der Begriff Direktstartsystem oder Live-System bezeichnet ein Betriebssystem, das ohne Installation und Beeinflussung des Inhalts der Festplatte gestartet werden kann. Das gesamte Betriebssystem wird hierzu auf einen bootfähigen Speicher wie USB-Stick, sonstige Flash-Speicher, Diskette, CD-ROM oder DVD installiert. wikipedia.de





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